Freitag, 13. Dezember 2019
Beginn: 20:00 Uhr
Einlass: 19:00 Uhr

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Christoph Pepe Auer mag die Vielfalt. Einst Schlagzeuger, jetzt Saxophonist. Ein Klarinettist mit nicht zu verleugnendem Hang zur Tiefe der Bassklarinette.

Wie weit lassen sich Klangfarben und Sounds bestimmter Instrumente transzendieren? Erweiterte Spieltechniken sind in der Neuen Musik längst üblich, im Jazz hingegen vergleichsweise noch weniger verbreitet. Christoph Pepe Auer, in Wien ansässiger Klarinettist und Saxophonist u.a. bei der Jazzbigband Graz (JBBG), begann vor rund einem Dutzend Jahren mit seiner persönlichen Klangforschung. Sie führte ihn Richtung Abstraktion, vor allem aber hin zu einer individuellen Kombination aus rhythmischen Patterns und Grooves, zu minimalistischen Strukturen und einer innovativen, elektro-akustischen Ästhetik. Für sein charakteristisches Spiel erhielt Auer einige Auszeichnungen, darunter dreimal den österreichischen Hans Koller-Musikpreis, und viel internationales Presse-Lob.

Album-Release-Tour 2019 „White Noise“
Auers Sinn fürs Ausprobieren bei seinem Debut „Songs I Like“ folgte eine ausgedehnte Tour, während der sich die jetzige Formation des Quartetts, bestehend aus ihm, Cello, Klavier und Schlagzeug etablierte. Das funktionierte hervorragend und so lag es auf der Hand, dass die nun vorliegende, zweite Veröffentlichung live eingespielt wurde. Auf White Noise geben sich Komponist, Arrangeur und Namensgeber Auer, Cellist Clemens Sainitzer, Pianist Mike Tiefenbacher und Schlagzeuger Clemens Sainitzer als Klangmaler.

„White Noise, also Weißes Rauschen, ein akustisches oder optisches Signal mit gleicher Intensität an verschiedenen Frequenzen, die eine konstant spektrale Leistungsdichte ergeben. Weiß ist eine ausgewogene Summe von Farben und als Struktur vollständig. Wird eine der Farboptionen hervorgehoben, entstehen Stimmungen wie beispielsweise in der Golden Hour. Das ist die Stunde, bevor die Sonne am Horizont untergeht. Rot wird präsenter und schafft eine spezifische Farbgebung und Atmosphäre.“ erklärt der Klarinettist sein neuestes Werk.

White Noise ist geprägt vom facettenreichen Zusammenspiel akustischer Instrumente und elektronischer Vignetten. Im Mittelpunkt steht die Bassklarinette mit ihrem erdigen, weichen Ton und ihren unzähligen Möglichkeiten der Klangerzeugung. Um sie herum komponierte Auer Stücke, die sich nicht nur in ihren Arrangements zuweilen markant voneinander unterscheiden.

Pressestimmen:

„eigenwillige und mitreißende Indie-Jazz-Eigenkkompositionen“ Süddeutsche Zeitung
„…zudem zeigt der Solist Charakter: Klarinettist Christoph Pepe Auer spielt mit Atem- und Klappengeräuschen, formt zirkulierende Motive, die mit dem Einsatz des Beats endgültig in den orientalischen Raum abzudriften scheinen.“ Frankfurter Allgemeine Zeitung
„[…]unerhörte Saxophon- und Bassklarinettensonds […] dazu Celloklänge, Klavierlinien und pulsierende Beats und eine kratzige Drehleier. Ein faszinierendes Hörerlebnis ist das.“ BR Klassik
„[…] ein sinnliches Elektropop-Album mit jazzigem Einschlag.“ Jazzthing
„…[die Bassklarinette] schleicht sich ins Gehör – mal meditativ zirkulierend mal als Melodieinstrument mit prägnantem Ansatz, dann wieder als voluminöser Taktgeber. Wer dieser wunderschönen, jedoch durchaus nicht unkomplizierten Musik nachzusteigen vermag, dürfte auch kein Problem haben, den Tonträger kratzerfrei aus dem kunstvollen Origamicover zu fingern. Tipp: ganz aufklappen, die Pappe. Und die Ohren.“ Kulturnews
„[…] einer der interessantesten österreichischen Jazzer der Generation 30+“ Concerto

Besetzung:
Christoph Pepe Auer – clarinets & saxophones, electronics
Mike Tiefenbacher – piano
Christian Grobauer – drums, electronics
Clemens Sainitzer – violoncello

www.pepeauer.com